Risiken beim Rollertuning

Wer sich dafür entscheidet, seinen Roller zu tunen, um damit eine höhere Leistungsfähigkeit als eigentlich zulässig zu erzielen, der muss sich der Risiken bewusst sein, die ein Rollertuning mit sich bringen kann.

Vor dem Tuning – Rechtschutzversicherung abschließen

In der Regel ist es so, dass für ein Fahrzeug die Betriebserlaubnis vom Gesetzesweg dann erlischt, wenn an dem Fahrzeug technische Manipulationen vorgenommen worden sind. Im Klartext bedeutet dies, dass die Versicherung im Falle eines Unfalles zwar den Schaden zunächst bezahlt, aber im schlimmsten Fall den Halter oder den Fahrer des Fahrzeuges für Regressforderungen belangen kann. Dies kann selbst dann passieren, wenn man nicht Schuld an dem Unfall gewesen ist. Daher sollte man unbedingt eine Rechtsschutzversicherung abschließen, damit man im Streitfall mit der Versicherung einen Rechtsberater zur Seite hat.

Rollertuning für höhere Gechwindigkeiten

Am häufigsten zielt ein Rollertuning darauf ab, dass der Roller in seiner Geschwindigkeit gesteigert werden kann. Dies bedeutet dann allerdings auch, dass man als Rollerfahrer für einen Roller mit erweiterter Leistungskapazität dann keine für diese Leistungsklasse gültige Fahrerlaubnis besitzt. Auch gibt es Fälle, in denen bei einer Frisierung des Rollers oder Mofas keinen Versicherungsschutz mehr genießt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn man nur Mofas bis 25 km/h fahren darf, aber sein Mofa auf eine Geschwindigkeit von 40 km/h tuned. Der Versicherungsschutz ist nicht mehr gültig und der Fahrer begeht somit nach dem Gesetz her eine zu ahndende Ordnungswidrigkeit. Das gleiche gilt beim Tuning von Rollern von 50 km/h auf 80 km/h. Nur wenn man beim TÜV eine Einzelabnahme nach dem Tuning beantragt und eine gültige Betriebserlaubnis für einen frisierten Roller bekommt, dann darf man auch legal fahren. Allerdings sind die Kosten dafür so hoch, dass man sich auch gleich für den Kauf eines 125er-Rollers entscheiden sollte.

Auf Nummer sicher beim Rollertuning

Wer mit einem Tuningroller auf Nummer sicher gehen will, der sollte nur auf privaten Grundstücken oder auf Übungsplätzen fahren, denn dies sind keine öffentlichen Verkehrsräume und demzufolge kontrolliert hier die Polizei nicht auf Verkehrstüchtigkeit und Zulassung. Wichtig ist natürlich, dass man beim Rollertuning genau abwägt, inwieweit sich ein Tuning lohnt. Wird man mit einem frisierten Roller von der Polizei im Straßenverkehr erwischt, dann kann es mitunter zu Bußgeldern kommen oder im Wiederholungsfall auch zu gerichtlichen Strafen, Führerscheinentzug und einem Eintrag in das Führungszeugnis.

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